Senegal 2011

Frauenpower II und Abschied vom Senegal

“Jeune Esperance” (Junge Hoffnung) ist eine geistliche Bewegung, die einmal jährlich im Kloster Keur Moussa ein Katechesewochenende für Frauen organisiert. In diesem Jahr nahmen 1.200 Frauen teil, und wir feierten gemeinsam mit ihnen den Abschlussgottesdienst. Die tiefe Religiosität und die damit verbundene Freude am gelebten Glauben prägten die Feier, die in Gesang und Tanz ihren lebendigen Ausdruck fand.

Keur Moussa Chor

Keur Moussa Chor

 

Gottesdienst am 1. Advent

Gottesdienst am 1. Advent

 

missio-Ansprache vor 1.200 Frauen

missio-Ansprache vor 1.200 Frauen

Dann nahmen wir Abschied vom Senegal und fuhren Richtung Flughafen.

Abschied vom Senegal

Abschied vom Senegal

 

Eindrücke der Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Angelika: „Ich hatte nicht erwartet, dass sich die Menschen, die uns begegneten, sich so gut auf die Gespräche vorbereitet haben.“

Adalbert: „Die Reise hat mir gezeigt, dass die Kirche im Senegal auf einem guten Fundament steht und Zukunft hat.“

Agnes: „Die vorbildliche Organisation, in Form von sehr gut vorbereiteten Treffen mit Bischöfen, Priestern und Gemeindemitgliedern war für mich das Beeindruckenste.“

Anne: „Ich kann nur sagen: GLAUBEN, LEBEN, GEBEN. – Empfangen, schenken, LIEBEN – Teranga – Gastfreundschaft. Ich war die Beschenkte!“

Ingrid: “Die Arbeit der Projektpartner von missio besonders im Rahmen der Flüchtlingsarbeit hat mich beeindruckt.“

Paul: „Ich habe die Kirche im Senegal erlebt als Salz der Erde im Chaos der äußeren Bedingungen.“

Klaus: „Das Engagement der kleinen, aber sehr aktiven Christengemeinden, und ihre Zuversicht haben mich sehr beeindruckt.“

Hildegard H: „ Die Gespräche in den Gemeinden, insbesondere die mit selbstbewussten Frauen, hat mir noch einmal gezeigt, wie wichtig Bildung und Ausbildung sind. Nur so kann sich eine Gesellschaft weiterentwickeln.“

Marianne H.: „Ich war beeindruckt über die Wertschätzung und die Gastfreundschaft, die mir entgegen gebracht wurde.“

Marianne R.: „Die vielen Menschen, denen wir begegnet sind, waren engagiert und stolz darauf, was sie geschaffen haben. Angesichts der Armut der ländlichen Bevölkerung wird man ganz bescheiden.“

Hildegard W.: „Mich hat unheimlich beeindruckt wir der kleine Prozentsatz an Christen sich verantwortlich fühlt für das Wohl der gesamten Gesellschaft im Senegal. Die Christen sind wirklich im biblischen Sinne das Salz der Erde.“

Anny: „Die vielen Gesprächen mit den Senegalesen haben mich tief bewegt, und mich für den Senegal begeistert.“

Schreiben war gestern: mitnichten.

Schreiben war gestern: mitnichten.

 

Bloggen ist heute!

Bloggen ist heute!

Die Bloggerinnen verabschieden sich nun.

Anny (rechts) und Hildegard

 

Frauenpower im Senegal

Ganz unerwartet hatten wir heute die Freude an der Taufe von Pierre Francesco teilzunehmen. Im Durchschnitt gibt es sechs Kinder pro Familie im Senegal und jedes Kind wird als Geschenk Gottes angesehen.

Abbé Pierre Aye tauft das erste missio-Mitglied im Senegal.

Abbé Pierre Aye tauft das erste missio-Mitglied im Senegal.

Bei einem Gang über dem Markt entdeckten wir Ditah, eine Frucht voller Vitamin C. Daraus machte uns die Küche im Priesterhaus einen leckeren Saft. Dieser stärkt uns für den Temperaturwechsel, der uns ab Montag erwartet.

Marktleben in Thiès

Marktleben in Thiès

Sieht aus wie eine Kartoffel, ist aber eine Ditah.

Sieht aus wie eine Kartoffel, ist aber eine Ditah.

Mit der nationalen Vorsitzenden der Katholischen Frauengemeinschaft Monique Thiandoum, sprachen wir am Nachmittag über die Situation der Frauen im Land. Interessant war dabei zu erfahren, dass in Fällen, in denen katholischen Frauen mit einem muslimischen Mann verheiratet sind, beide Partner ihren Glauben weiter leben können – auch wenn es nicht immer selbstverständlich ist.

Frauenpower Senegal - Deutschland

Frauenpower Senegal – Deutschland

 

 

 

Savannenlandschaft und Erdnussfelder

Auf dem Weg zurück nach Thiès fuhren wir durch die Savanne vorbei an Erdnuss-Maniok-und Hibiskusfeldern. Wir konnten Erdnüsse erntefrisch vom Feld geniessen.

Erdnussernte in der Savanne.

Erdnussernte in der Savanne.

Angekommen in der zweitgrößten Stadt des Senegals, besuchten wir die Maria Königin-Gemeinde, der 6.500 Christen angehören. Sie setzt sich aus acht Kleinen Christlichen Gemeinschaften zusammen, die von gewählten Frauen und Männern geleitet werden.

Begegnung in Maria Königin in Thiès

Begegnung in Maria Königin in Thiès

Zum Abschluss des Tages besuchten wir den Kunstgewerbemarkt. Manches Souvenier erfreut hoffentlich die daheim gebliebenen.

 

Besuch in St. Louis, der größten Diözese Senegals

Die „Soeurs de St. Joseph de Cluny“ betreiben in St. Louis verschiedene Einrichtungen rund um die Gesundheitsvorsorge und Ausbildung von Kindern. So besuchten wir eine Gesundheitsstation, in der neben der Gesundheitsversorgung von Kindern die Mütter eine fundierte Beratung in Sachen Ernährung und Hygiene erhalten. Dass die Gesundheitsstation sehr gut angenommen wird, konnten wir an den überfüllten Wartezimmern und belegten Behandlungsräumen erkennen.

Liebevolle Zuwendung erhalten die Kinder in der Kinderambulanz.

Liebevolle Zuwendung erhalten die Kinder in der Kinderambulanz.

Weiter ging es zur „Ecole Rue Duret“, einer Grundschule, in der ca. 300 Jungen und Mädchen unterrichtet werden. Obwohl es eine katholische Schule ist, spiegelt sich auch hier durch den hohen Anteil muslimischer Kinder die Gesellschaft des Senegal wieder. Nur ca. 5 % der Schüler sind Katholiken.

Unterricht in der Grundschule der Soeurs de St. Joseph de Cluny

Unterricht in der Grundschule der Soeurs de St. Joseph de Cluny

Danach fuhren wir zu der 25 km außerhalb von St. Louis gelegenen katholischen Ausbildungsstätte für junge Menschen, die aufgrund ihrer schwierigen Lebenssituation keine Schulausbildung absolvieren konnten. Die Schüler erlernen nicht nur das Handwerk der Skulpturenherstellung, sondern erfahren auch oftmals zum ersten Mal in ihrem Leben Anerkennung, Respekt und Wertschätzung. Die in den  60er Jahren von einem italienischen Pater gegründete Einrichtung ist seit dem Jahr 2000 staatlich anerkannte Skulpturenschule (SCP Saint Blaise Statues). Diese Ausbildung sichert den Absolventen in der Regel ein sicheres Auskommen für die Zukunft.

Auf dem Rückweg nach St. Louis besuchten wir noch die katholische Studentengemeinde der staatlichen Universität St. Augustine. Unter den 7.000 Studenten der Universität sind die Katholiken mit 500 eine kleine Minderheit. Sie betreiben verschiedene Aktivitäten wie z.B. einen Chor, einen Organisationsausschuss oder einen Festausschuss, wie uns der Vorsitzende, ein Student der Kommunikationswissenschaften, berichtet hat. Der Chor tritt auch bei vielen Veranstaltungen der gesamten Universität auf. Die Studentengemeinde hat eine eigene Kapelle. Der Hochschulpfarrer erzählte, dass auch muslimische Studenten zu ihm kommen und um Rat fragen. Ein erneutes Beispiel des christlichen Zeugnisses inmitten einer muslimischen Gesellschaft.

Begegnung mit der Kath. Studentengemeinde

Begegnung mit der Kath. Studentengemeinde

 

 

Von Kaolack nach St. Louis

Eine lange Fahrt von über 400 km stand uns heute bevor. Über Sandpisten, durch Schlaglöcher und traumhafte Savannenlandschaft ging es über Thiés nach Louga, etwa 60 km von St. Louis entfernt. Dort empfing uns Abbé Albert und Vertreter der Gemeinde zu einem Gespräch, insbesondere über die Gestaltung der Seelsorge in einer weit zerstreuten Gemeinde. Hier leiten ehrenamtliche Katechisten die fünf Kleinen Christlichen Gemeinschaften. Am frühen Abend trafen wir in der Procure der Diözese St. Louis ein und sind gespannt auf den morgigen Tag.

Noch ein schneller Kaffee.

Noch ein schneller Kaffee.

Empfang in St. Theresia in Louga. Koffer packen für St. Louis.

Empfang in St. Theresia in Louga.

Koffer packen für St. Louis.

Koffer packen für St. Louis.

Sonnenuntergang in St. Louis.

Sonnenuntergang in St. Louis.