Philippinen 2016

Best Practice: Was passiert mit Spendengeldern?

Den emotionalen Höhepunkt erleben wir von der missio-Delegation auf unserer Philippinenreise am vorgestrigen Freitag. Feierliche Schlüsselübergabe in Palo, mittelphilippinische Provinz Leyte, Erzdiözese Palo. Dort wütet im November 2013 der Taifun Yolanda mit am schlimmsten. Er hinterlässt obdachlos gewordene arme Fischerfamilien. Nahe Palo starten deshalb die Missionsbenediktinerinnen des Konvents St. Scholastika gemeinsam mit der Organisation “Humanity for Habitat” ein Wiederansiedlungs-Programm.  Eine neues Dorf mit 30 festen Häusern für die Fischerfamilien dort entsteht. Die Häuser sollen besser den Tropenstürmen standhalten. missio finanziert sie mit. missio-Präsident Prälat Klaus Krämer übergibt symbolisch die Schlüssel für die ersten sechs neuen Häuser an die Familien, die dort einziehen. Ein örtlicher Priester segnet die Häuser. Wie sehr Yolanda die Seelen dieser Menschen erschüttert haben muss, verraten ihr schnell wechselndes Minenspiel zwischen Rührung, Tränen und Lachen. Prälat Krämer, der ja auch Präsident des Kindermissionswerkes in Aachen ist, klebt den Segensspruch der Heilige Drei Könige an die Türen der neuen Häuser. So kommen die Sternsinger bis nach Pala.

Schlüsselübergabe: Prälat Krämer übergibt der ersten Fischerfamilie, die obdachlos geworden war, smybolisch den Schlüssel für das neue Zuhause Weitere Bilder mit nummern, eines: Kinder auf einer Fahrradrikscha im neuen Dorf für Fischerfamilien, die der Taifun Yolanda obdachlos gemacht hatte. | Foto: Johannes Seibel / missio

Schlüsselübergabe: Prälat Krämer übergibt der ersten Fischerfamilie, die obdachlos geworden war, symbolisch den Schlüssel für das neue Zuhause. | Foto: Johannes Seibel / missio

Christlich-muslimischer Dialog auf Mindanao

Frank Kraus, Prälat Klaus Krämer und Michael Meyer beten in einer kleinen Kapelle in einer Begegnungsstätte der christlich-muslimischen Silsilah-Stiftung, einem missio-Projektpartner. 2013 wurde diese Kapelle bei Unruhen in Zamboanga niedergebrannt. Die Baumstümpfe unter dem Kruzifix stammen von dem niedergebrannten Gelände.

Frank Kraus, Prälat Klaus Krämer und Michael Meyer beten in einer kleinen Kapelle in einer Begegnungsstätte der christlich-muslimischen Silsilah-Stiftung, einem missio-Projektpartner. 2013 wurde diese Kapelle bei Unruhen in Zamboanga niedergebrannt. Die Baumstümpfe unter dem Kruzifix stammen von dem niedergebrannten Gelände.

Widersprüchliche Gefühle auf Mindanao in Zamboanga für unsere missio-Philippinen-Delegation heute: Einerseits haben die Menschen Angst vor Terroristen, die den Islam für ihre Rechtfertigung missbrauchen. Wir besichtigen eine Einrichtung, die bei Unruhen 2013 niedergebrannt wurde. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen ist angespannt. Andererseits macht die christlich-muslimische Silsilah-Stiftung Hoffnung. missio-Partner Pater Sebastiano leitet sie. In dieser Einrichtung arbeiten Christen und Muslime zusammen für Frieden und Entwicklung auf Mindanao.

Familienmenschen

Filipinos sind Familienmenschen. So hat es das gemeinsame Familienessen als wertvoller Bestandteil eines christlich gelebten Lebens in den Katechismus der philippinischen Bischofskonferenz geschafft. Das lernen wir, eine achtköpfige Delegation des Internationalen Katholischen Missionswerks missio Aachen mit Präsident Prälat Klaus Krämer an der Spitze, bei unserem Besuch auf den Philippinen, der vom 10. bis 17. Januar dauert.

Gruppenfoto

Gruppenfoto | Foto: missio

Aus dem Leben der philippinischen Kirche

Bischof Angelito R. Lampon

Bischof Angelito R. Lampon | Foto: Johannes Seibel / missio

Bischof Angelito R. Lampon (rechts) von den ‎Philippinen‬ muss weinen: Vor einiger Zeit haben islamistische Terroristen einen seiner Priester erschossen. Er selbst kann nur unter Militärschutz außerhalb des Bischofshauses auftreten. Er ist Apostolischer Vikar von Jolo. Dort agiert die islamistische Terrorgruppe Abu Sayyaf (“Schwert Gottes”). Wir trösten heute Bischof Lampon in der Konferenz von ‎missio‬ und der philippinischen Bischofskonferenz auf ‎Manila.

Familien – Das Herz der Filipinos

Filipinos müssen überall auf der Welt arbeiten – das zerreißt die Familien in der Heimat. Pflegekräfte, Matrosen, Haushaltshilfen etc. – die sogenannten “Overseaworkers”. Ein heikles Thema.

"Filipinos are meal-oriented ..."

“Filipinos are meal-oriented …” | Foto: Johannes Seibel / missio

Es ist ein Thema der Philippinen-Konferenz, die ‎missio‬-Präsident Prälat Krämer und Erzbischof Socrates V. Villegas, Vorsitzender der Philippinischen Bischofskonferenz, in Manila‬ eröffnet haben. Damit bereiten wir uns auf den Monat der Weltmission (#‎wms16‬) im Oktober vor.