Kaffee

Gleich gibt’s Kaffee.

Gleich gibt's Kaffee.

Foto: Johannes Seibel / missio

Die Künstlerin unseres missio-Kalenders 2019

Wow. Diese Frau im Rollstuhl ist eine Powerfrau. Die Künstlerin Alem Getachew aus Addis Abeba malt für Euch und missio den Kunstkalender 2018. Johannes Seibel interviewt sie für unsere Zeitschrift kontinente. Abba Daniel übersetzt. Die Botschaft Alems, die seit ihrem 14. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt:

“Nehmt das an, was Gott euch schickt. Es sind Geschenke.”

Wow. Diese Frau im Rollstuhl ist eine Powerfrau. Die Künstlerin Alem Getachew aus Addis Abeba malt für Euch und #missio den Kunstkalender 2018. Hier interviewe ich sie für unsere Zeitschrift kontinente. Abba Daniel übersetzt. Die Botschaft Alems, die seit ihrem 14. Lebensjahr im Rollstuhl sitzt: Nehmt das an, was Gott euch schickt. Es sind Geschenke.

Foto: Johannes Seibel / missio

Äthiopien: Fest der Taufe Jesu

Der Monat der Weltmission im Oktober 2018 steht ganz im Zeichen des Ländes Äthipien. Wir besuchen seit gestern, Donnerstag, 18. Januar, 11 Tage lang die dortige Ortskirche!
Heute feierte Äthiopien eines der größten Feste: Die Taufe Jesu. Der orthodoxe Patriarch weiht das Wasser an einem großen Taufbecken mitten in Addis Abeba.

Der Monat der Weltmission im Oktober 2018 steht ganz im Zeichen des Ländes Äthiopien. Wir besuchen seit Donnerstag die Ortskirche! Am Freitag feierte Äthiopien eines der größten Feste: Die Taufe Jesu. Der orthodoxe Patriarch weiht das Wasser an einem großen Taufbecken mitten in Addis Abeba.

Hier ist das Taufbecken, das bei uns wohl eher als Pool durchgehen würde:

Hier ist das Taufbecken, das bei uns wohl eher als Pool durchgehen würde.

Die Feierlichkeiten dauerten von 8 bis 11 Uhr. Das Ereignis wurde live im Fernsehen übertragen. Botschaften und auch der Vatikan entsendeten Ehrengäste:

Die Feierlichkeiten dauerten von 8 bis 11 Uhr. Das Ereignis wurde live im Fernsehen übertragen. Botschaften und auch der Vatikan entsendeten Ehrengäste.

Und dann werden die Gläubigen mit dem Taufwasser aus Schläuchen besprengt. Die Schläuche werden aus dem Taufbecken gespeist:

Und dann werden die Gläubigen mit dem Taufwasser aus Schläuchen besprengt. Die Schläuche werden aus dem Taufbecken gespeist.

alle Fotos: Johannes Seibel / missio

Am Ziel angekommen…!?

Wie schnell die Zeit vergeht… Das ist uns besonders in den letzten Tagen unserer Reise bewusst geworden. Denn schon liegen 2 Wochen intensiver Begegnungen, prägender Eindrücke und tiefgehender Erfahrungen hinter uns. Wir sind einen gemeinsamen Weg gegangen. Begleitet haben uns dabei tolle Menschen und Teams, die es verstanden haben, uns das philippinische Gesicht der Kirche näher zu bringen.

Während wir uns in den ersten Tagen unserer Reise eine Menge Theorie angeeignet haben, konnten wir im zweiten Teil eintauchen in ganz unterschiedliche Facetten und Orte von Kirche. Formation, Bewusstwerdungsprozesse, Phasen und Wachstumsschritte von Kirche – das alles hat erst nach und nach Gestalt angenommen und wäre ohne die konkreten Erfahrungen wohl sehr abstrakt geblieben. Erst in der Begegnung mit den unterschiedlichen Gemeinschaften, die wir besuchen durften und an den vielen verschiedenen Orten hat sich vieles ganz real ereignet. Dabei haben wir auch gelernt: Ein Ideal gibt es nicht. Aber der gemeinsam geteilten Vision immer ein Stückchen näherkommen ist mehr als ein Ideal. Denn das ist bereits Realität und geschieht an vielen Orten. Ein Pfarrer in Manila formulierte es so: „Die Aufbrüche, die geschehen, z.B. dort, wo Menschen sich zusammenschliessen, um das arme Brautpaar zu unterstützen, damit es sich seinen Herzenswunsch erfüllen kann, um zueinander Ja zu sagen. Oder dort, wo Menschen  plötzlich mithelfen wollen am Bau der Kirche, die vorher im Gemeindekontext Nie in Erscheinung getreten waren. Das alles sind Glühwürmchen, die Licht in den oftmals grauen Alltag bringen.„

Am Ziel unserer Reise sind wir angekommen. Aber kann man das eigentlich so sagen? Was ist denn das Ziel unserer Reise? Ein geographischer Ort? Oder schriftlich formulierte Ziele, die es umzusetzen galt und gilt? Jeder hat sich eigene und unterschiedliche Ziele gesetzt. Aber eine der wichtigsten Erkenntnisse unserer Reise ist diese: Jede Krise birgt eine gewaltige Chance! Machen wir uns in diesem Sinn auf die Suche nach dem deutschen Gesicht Jesu.

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Die Skyline von links im Licht der untergehenden Sonne.

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Abschlussfoto. Im Hintergrund die Millionenmetropole Manila.

¨Kirche? Das ist mein Zuhause!¨

Als wir auf die Philippinen kamen hatten wir so einige Fragen im Gepäck. Einige davon waren z.B.: Wie verstehen die Menschen hier Kirche? Was motiviert sie, sich in und für ihre Gemeinschaft einzusetzen? Wir haben bisher ganz unterschiedliche Antworten auf diese Fragen erhalten, aber eines kristallisiert sich klar heraus – die Philippinos fühlen sich in ihrer Kirche zu Hause! Und um das eigene Zuhause kümmert man sich eben.

Fast wie Zuhause haben wir uns heute auch gefühlt, als uns Bratwürste und Pommes aufgetischt wurden – allerdings zum Frühstück, was wiederum doch sehr ungewöhnlich war. Der Pfarrer und einige Mitglieder der Pfarrei ¨Queen of the Most Holy Rosary¨  meinten es sehr gut mit uns. So begleiteten sie uns auch auf die kleine Insel Bayas, die ebenfalls noch zur Pfarrei gehört und die wir mit sogenannten Bankas (den typischen Fischerbooten) erreichten.

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Auf der Insel angekommen, erwartete uns ein Gottesdienst, der sich leicht mit Superlativen beschreiben lässt. Eigens für uns vorverlegt, feierte die Gemeinde mit uns eine Sonntags-Liturgie, die von einem Laien (¨Lay Minister¨) geleitet wurde. In dieser Feier wurde eine Fülle an Gaben deutlich, die Ausdruck in den verschiedenen Diensten fand. Ein Chor aus vielen Jugendlichen begleitete mit stimmungsvollen Liedern den Gottesdienst. ¨Junge Frauen lasen die Lesungen. Facilitators¨ (Ermöglicher/innen) leiteten das Bibelteilen nach dem Evangelium an. Zwei Frauen, die als ¨liturgy minister¨ dienten, teilten die Kommunion aus. Und natürlich gehörten die Ministranten dazu, die den Einzug gestalteten und kräftig mitmusizierten. Auch wir konnten in den Rhythmus einsteigen, als Instrumente dafür dienten uns je zwei Stöcke aus Bambus.

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Das Gefühl für die Zeit hatten wir beinahe verloren, so schnell verflogen knapp zwei Stunden. Doch dann gab es ja pünktlich ein reichhaltiges Mittagessen. Die Freude über unseren Besuch und die Dankbarkeit für die Herzlichkeit der Gastgeber wurde auf vielen Fotos – vor allem Selfies – festgehalten, die uns an dieses Erlebnis erinnern werden. Was kaum auf Fotos festgehalten werden kann, ist die Offenheit der Philippinos, mit der sie das Wort Gottes und ihr Leben, inklusive Sorgen und Freuden, ganz selbstverständlich mit uns teilten.