Singapur (Okt. / Nov. 2010)

Spiritualität und Gemeindebildung - Ein weltkirchlicher Impuls für eine Gemeinde der Zukunft

Die vom 26. Oktober bis 9. November 2010 stattgefundende Exposure- und Dialogreise nach Singapur versetzte die Teilnehmer/-innen in die Lage, Einblicke in einen anderen kulturellen und multireligiösen Kontext zu erhalten. Sie lernten im Lebensalltag von Familien in Singapur deren Selbstverständnis als Christen und damit auch konkrete Ansätze der Gemeindepastoral (AsIPA) kennen.

Im Mittelpunkt stand die Frage nach christlicher Gemeinde, deren Entstehung und lebendiger Gestaltung (Kleine Christliche Gemeinschaften, Nachbarschaftsgruppen). Im direkten Dialog mit Verantwortlichen der Gemeindepastoral auf diözesaner Ebene und auf Ebene der Gemeinde vor Ort wurden die Erfahrungen in Beziehung zum eigenen Kontext gesetzt. Es wurden Aspekte und Impulse erarbeitet, die der eigenen pastoralen Tätigkeit Hilfestellungen bieten. Zugleich lernten die Reise-Teilnehmer/-innen Materialien und Methoden kennen, mit denen verantwortliche Teams in Singapur Veränderungsprozesse in Gemeinden begleiten und unterstützen.

Online-Tagebuch

Der Organisator dieser Reise, missio-Diözesanreferent Norbert Kößmeier, hatte sich zum Ziel gesetzt, während der Reise von seinen Begegnungen und über seine Erfahrungen zu schreiben. » In Form eines Online-Tagebuches veröffentlichten wir seine Berichte hier in diesem Blog.

Ein weltkirchlicher Impuls für eine Gemeinde der Zukunft

Während der insgesamt 15-tägigen Reisedauer erhielten die Teilnehmer/-innen eine allgemeine Einführung in die Situation Singapurs sowie eine Einführung in die Situation der dortigen Kirche. Weitere exemplarische Punkte waren:

  • dreitägiges Exposure in Familien in Singapur (Mitleben in Familien, die Mitglieder Kleiner Christlicher Gemeinschaften sind);
  • Gespräche mit Verantwortlichen der entprechenden Pfarreien (einschließlich Zusammenkunft mit dem Pastoralrat);
  • Teilnahme an Treffen der Kleinen Christlichen Gemeinschaft;
  • Erfahrungsaustausch;
  • Teilnahme an Schulungskursen des diözesanen AsIPA-Teams;
  • Kennenlernen der Materialien und Methoden;
  • Dialog und Reflexionsphase in Kooperation mit dem diözesanen AsIPA Team vom Pastoralinstitut der Erzdiözese Singapur.

Veranstalter der Reise waren das Erzbischöfliches Seelsorgeamt Freiburg (Referat „Pastoral in Seelsorgeeinheiten“, Albert Lampe; Referat „Pastorale Entwicklung und Projekte“, Dr. Stefan Bonath) und die missio-Diözesanstelle Freiburg (Norbert Kößmeier) in Kooperation mit dem Pastoralinstitut der Erzdiözese Singapur.

AsIPA

Angesicht der pastoralen und gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland hat missio vor sieben Jahren das Projekt „Spiritualität und Gemeindebildung“ begonnen. Das Projekt greift einen spezifischen Pastoralansatz aus dem asiatischen Kontext auf (AsIPA – Asian Integral Pastoral Approach), in dessen Zentrum Kleine Christliche Gemeinschaften als Basis von Gemeinden stehen. Dieser pastorale Ansatz zeigt konkrete Möglichkeiten auf,

  • Kirche vor Ort zu sein,
  • eine Kirche zu sein, die durch ehrenamtliches Engagement lebt,
  • neue Formen der Vergemeinschaftung zu entwickeln,
  • eine Spiritualität des Wortes Gottes zu vertiefen und
  • den Sendungsauftrag der Kirche im konkreten Umfeld wahrzunehmen.

In einem intensiven dialogischen Prozess mit Partnern aus Asien hat sich dieses Projekt zum Ziel gesetzt, Impulse, die dieser Ansatz bietet, für die deutsche Ortskirche fruchtbar zu machen.

Die Referate „Pastoral in Seelsorgeeinheiten“ sowie „Pastorale Entwicklung und Projekte“ der Abt. I des Erzbischöflichen Seelsorgeamtes, sowie die missio-Diözesanstelle Freiburg greifen dieses Projekt auf und werden es in der Erzdiözese Freiburg als einen möglichen pastoralen Ansatz angesichts größer werdender pastoraler Räume einführen.

Weitere Informationen auf » asipa.de.

Über die Reise berichten wir in diesem Blog.