Nordost-Indien (März 2019)

Vorbereitung auf die Eröffnung des Monats der Weltmission:

Münsteraner erleben Kirche in Nordostindien

Wie wird Kirche vor Ort gelebt? Wie leben Christen in einem ganz anderen Teil der Welt? Wie sieht ihr Alltag dort aus? Welche Rolle spielt die Kirche, der Glaube? Das kennenzulernen, darum geht es im Rahmen der 14-tägigen Reise des Bistums Münster zusammen mit missio.

10. März 2019: Abflug nach Indien

10. März 2019: Abflug nach Indien

  • Hans-Georg Hollenhorst (missio-Diözesanreferent im Bistum Münster / 2.v.r.),
  • Christa Kortwinkel (Assistenz Fachstelle Weltkirche im Bistum Münster / 2.v.l.),
  • Thomas Kamp-Deister (Referent Schöpfungsbewahrung im Bistum Münster / 1.v.r.),
  • Johannes Hunkenschröder (Diözesanvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) im Bistum Münster / Mitte) und
  • Werner Meyer zum Farwig (Abteilung Bildung bei missio in Aachen / 1.v.l.)

… machen sich auf den Weg in den Nordosten Indiens. Die Region ist die diesjährige Partnerregion des Monats der Weltmission, dessen bundesweite Eröffnung im Oktober in Münster stattfindet. Dieser Auftakt findet statt in Kooperation mit dem Erntedankfest der Katholischen Landvolkbewegung und der KLJB im Bistum Münster.

In diesem Blog möchten wir die Leser mitnehmen auf eine aufregende, spannende Reise. Täglich – wenn möglich – werden wir hier in Wort und Text berichten, was die Gruppe vor Ort erlebt.

14 Tage lang besucht die Gruppe die Gäste und Projektpartner/-innen, die auch im Herbst nach Deutschland kommen werden. Neben der persönlichen Erfahrung geht es also vor allem und in erster Linie darum, die Eröffnung im Herbst vorzubereiten.

Reisende freuen sich auf spannende Begegnungen

„Ich habe unterschiedliche Gefühle“, sagt Hans-Georg Hollenhorst vor Beginn der Reise. Zum einen sei er durchaus angespannt ob der politischen Lage vor Ort in Nordostindien aufgrund der im April anstehenden Wahlen. „Andererseits – und das überwiegt – freue ich mich, die Kultur dort kennenzulernen und zu erfahren, wie die Christen dort angesichts ihrer Herausforderungen und als Minderheit christliches Leben im Sinne des Evangeliums gestalten.“ Besonders toll sei es, die Gäste, die im Oktober in Münster erwartet werden, schonmal in ihrem Umfeld kennenzulernen. Gespannt ist er auf die Touring Sisters. Die Ordensfrauen sind unterwegs in Dörfern und leben eine Weile vor Ort bei den Menschen, bevor sie weiterziehen.

„Der Klimawandel kann sich auf natürliche Ressourcen, Wirtschaft, Ernährungssicherung, Gesundheit und Infrastruktur dramatisch auswirken. Indien ist eines der am stärksten betroffenen Länder der Erde“, erklärt Thomas Kamp-Deister. Der Blick über den deutschen und auch europäischen Tellerrand sei im Sinne der Enzyklika „Laudato Si“ von Papst Franziskus dringend notwendig. „Es ist diese erweiterte Weltsicht, die es uns ermöglicht, die Herausforderungen der Menschen in anderen Teilen der Welt zu verstehen und somit auch zu verstehen, wie sie ihren Glauben unter Bedingungen gestalten, die wir uns hier gar nicht vorstellen können.“

Christa Kortwinkel freut sich besonders darauf, Land, Leute und Kultur kennenzulernen. „Die Arbeit und das Leben der Touring Sisters klingt für mich total spannend“, sagt sie und weiter: „Welche Erwartungen haben die Gäste, die uns besuchen im Herbst? Darauf gibt es auf der Reise bestimmt spannende Antworten.“ Angst bezüglich der Sicherheit auf der Reise hat sie keine: „Ich vertraue missio und den Partnern vor Ort zu hundert Prozent.“ Anders sieht das mit dem Abschiedsschmerz aus: „Meine Familie für zwei Wochen nicht zu sehen – das ist ja auch nicht alltäglich. Da ist schon ein wenig Abschiedsschmerz im Spiel.“

„Insgesamt freue ich mich am meisten darauf in eine komplett fremde Kultur einzutauchen. Ich glaube durch die neuen und fremden Erfahrungen unglaublich viel für mich selbst, für meinen Glauben und für das Leben in Deutschland mitnehmen zu können und anhand dieser Erfahrungen auch einiges was einem hier selbstverständlich erscheint noch mal ganz anders und neu reflektieren zu können“, sagt Johannes Hunkenschröder. Es sei wohl auch die größte Aufregung, mit Menschen die er  kaum kenne in ein Land zu fahren, das er gar nicht kenne. „Das ist schon ein ganz schönes Stück heraus aus der Komfortzone. Ich fühle mich aber gut aufgehoben“, betont er.

Werner Meyer zum Farwig war bereits Anfang des Jahres in Nordostindien: „Ich freue mich auf die Mitreisenden aus dem Bistum Münster. Ich freue mich aufs Wiedersehen mit missio-Projektpartnern. Ich freue mich auf die Begegnungen in den Gemeinden besonders in der sehr ländlichen Diözese Itanagar, wo ich noch nie war. Ich hoffe, dass wir die Erlebnisse und Anregungen dieser Reise in die kommenden Kampagne zum Monat der Weltmission bei uns gut aufgreifen können“.

Landkarte Indien

Landkarte Indien: Nordost-Indien ist mit dem violett-farbenen Punkt gekennzeichnet.

Reise führt durch vier Diözesen

Die Reise führt die Gruppe durch insgesamt vier Diözesen: Guwahati, Itanagar, Tezpur und Shillong. Dort stehen Begegnungen mit Menschen im Mittelpunkt. Es geht unter anderem um die pastorale Arbeit, soziale und kulturelle Projekte, Bildungsangebote.

Die Diözesen liegen allesamt im Nordosten des riesigen Subkontinents Indien, der auch die „Sieben Schwesterstaaten” genannt wird. Am bekanntesten ist der Bundesstaat Assam – von dort stammt auch der Tee. Ebenfalls dazu gehören Arunachal Pradesh, Nagaland, Manipur, Mizoram, Tripura und Maghalaya. Nordostindien grenzt an Bangladesh, Myanmar, China und Bhutan.

» Lassen Sie sich von den Reiseteilnehmer/-innen nach Nordost-Indien entführen!