Bischof von Itanagar kennt Goch am Niederrhein

So klein ist die Welt

Nach einer langen Fahrt über mitunter holprige Straßen sind die Gäste aus Deutschland in Itanagar im Bundesstaat Arunchal Pradesh angekommen. Die Diözese Itanagar ist erst zwölf Jahre alt – das erlebt man auch nicht alle Tage. Für den Übergang in das nördlich und zur Grenze von China gelegene Bundesland war ein extra Visum notwendig, welches der örtliche Bischof John Kattrukudiyil besorgt hatte. Alles lief gut an der Grenze. In der Landeshauptstadt und Bischofsstadt Itanagar musste sich die Reisegruppe bei der Polizei erneut melden, dass sie angekommen ist.

In den kommenden Tagen werden die fünf aus Deutschland – aufgeteilt in zwei Gruppen –  zwei Pfarreien in den Bergen besuchen, in denen wie überall in der Diözese die erste Christengeneration lebt. Alle sind erst einige Jahre oder gerade getauft. „Das ist unglaublich für uns aus der Diözese Münster mit mehr als 1000 Jahren Christentumsgeschichte“, sagt Hans-Georg Hollenhorst. Alle seien sehr gespannt auf die Begegnungen.

In einem längeren Gespräch mit dem Bischof – der gut Deutsch spricht –  stellt sich heraus: Er kennt Goch am Niederrhein! Er war in den 1970er-/1980er-Jahren mit Pfarrer Hendrix in Goch (der später Propst in Kleve war) befreundet. So kannte er Goch ganz gut, hat öfter in Maria Magdalena dort Messe gefeiert und sich bei einem Besuch dort im Rathaus auch in das Buch der Stadt eingetragen. Unglaublich, an der Grenze zu China weit abgelegen im Nordosten Indiens einen indischen Bischof zu treffen, der Goch am Niederrhein kennt. Besonders für Hans-Georg Hollenhorst war das eine außergewöhnliche Begegnung: Er ist in Goch aufgewachsen, es ist seine Heimatpfarrei.

Großartig, die weltweite katholische Kirche!