Wer Visionen hat…

…sollte eben nicht zum Arzt gehen, sondern diese mit möglichst vielen anderen Menschen ins Gespräch bringen. Heute berichtete uns Father Mark aus eigener Erfahrung, warum es nicht ausreicht, eigene Ideen zu entwickeln. Mögen diese Ideen der Leitenden auch noch so wunderbar sein, so sind es eben nicht automatisch die Ideen und Träume der Menschen in der Pfarrei oder einer bestimmten Region. Visionen sollen dazu dienen, den Menschen Energie zu geben und sie zu begeistern. Dafür müssen die Leute unbedingt in die Erarbeitung einbezogen werden, damit die Visionen eben von vielen getragen werden und dadurch eine große Relevanz und Reichweite bekommen. In anschaulicher und sehr unterhaltsamer Weise hat Father Mark uns erzählt, wie er das in seinem Leben auch erst lernen musste.

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Der Nachmittag nahm uns dann in das konkrete Vorgehen hinein. Alleli und Josit vom Bukal-Institut gaben uns einen Einblick, wie das aufden Philippinen in einzelnen Diözesen umgesetzt wird. Alles beginnt zunächst an der Basis, indem Menschen in der Nachbarschaft persönlich über ihre Anliegen befragt werden und dann vorschlagen sollen, welche Art Kirche am günstigsten darauf reagieren könnte. Die Ergebnisse werden dann aus der Nachbarschaft in die nächst höhere Ebene (z.B. der Pfarrei) gertragen, bis hin zum Bistum. Auf diözesaner Ebene wird der Vorschlag für eine Vision formuliert, der dann nochmals durch die Pfarreien geprüft und im Endeffekt vom Bistum zur Vision für die Pastoral ernannt wird. Diese ist noch relativ weit gefasst und wird in regionaler Ebene immer weiter ausbuchstabiert.
Alles in allem dauert die Erarbeitung ca. 8 Monate und erfordert viel Hingabe – die Mitarbeiter des Bukal-Instituts sind dabei hervorragende Begleiter und Inspirateure.

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