Christlich-muslimischer Dialog auf Mindanao

Frank Kraus, Prälat Klaus Krämer und Michael Meyer beten in einer kleinen Kapelle in einer Begegnungsstätte der christlich-muslimischen Silsilah-Stiftung, einem missio-Projektpartner. 2013 wurde diese Kapelle bei Unruhen in Zamboanga niedergebrannt. Die Baumstümpfe unter dem Kruzifix stammen von dem niedergebrannten Gelände.

Frank Kraus, Prälat Klaus Krämer und Michael Meyer beten in einer kleinen Kapelle in einer Begegnungsstätte der christlich-muslimischen Silsilah-Stiftung, einem missio-Projektpartner. 2013 wurde diese Kapelle bei Unruhen in Zamboanga niedergebrannt. Die Baumstümpfe unter dem Kruzifix stammen von dem niedergebrannten Gelände.

Widersprüchliche Gefühle auf Mindanao in Zamboanga für unsere missio-Philippinen-Delegation heute: Einerseits haben die Menschen Angst vor Terroristen, die den Islam für ihre Rechtfertigung missbrauchen. Wir besichtigen eine Einrichtung, die bei Unruhen 2013 niedergebrannt wurde. Das Verhältnis zwischen Christen und Muslimen ist angespannt. Andererseits macht die christlich-muslimische Silsilah-Stiftung Hoffnung. missio-Partner Pater Sebastiano leitet sie. In dieser Einrichtung arbeiten Christen und Muslime zusammen für Frieden und Entwicklung auf Mindanao.

Uns beeindruckt Jirmalyno J-Maad. Sie unterrichtet Vierjährige. Oft wird sie von Freunden kritisiert. Sie sagen: “Du arbeitest in einer Vorschule, die ein katholischer Priester leitet. Das darfst Du nicht.” Sie antwortet dann: “Im Gegenteil, durch diese Arbeit wird mein Glaube gestärkt, ich verstehe ihn besser, um gemeinsam für den Frieden zu arbeiten, das ist die richtige Praxis für einen Muslim und eine Muslima.” Respekt.

Das ist die Muslims Jirmalyna J-Maad. Sie arbeitet bei der christlich-muslimischen Stiftung Silsilah von missio-Projektpartner Fr. Sebastiano auf Zamboagna, Mindano.

Das ist die Muslims Jirmalyna J-Maad. Sie arbeitet bei der christlich-muslimischen Stiftung Silsilah von missio-Projektpartner Fr. Sebastiano auf Zamboagna, Mindano.

Wir besuchen auch noch die Bürgermeisterin der Stadt Zamboanga. Eine starke Frau. Sie ist Christin. Auch sie steht für Ausgleich zwischen den Religionen. Deutsche Medien berichten nur von Spannungen auf Mindanao. Wir erleben die “Brückenbauer des Friedens vor Ort”, wie missio-Präsident Prälat Krämer sagt. Wenn wir auch in Deutschland ein wenig mehr von dem Mut der Christen auf Mindanao hätten, wegen des Terrorismus von Fanatikern nicht den gesamten Islam zu verdächtigen, sondern das Gemeinsame zu suchen, dann wäre schon viel erreicht.

Straßenszene in Zambaogna

Straßenszene in Zambaogna