Wendy Louis ist heute …

… nochmals zu uns gekommen. Das Interesse unserer Gruppe ist riesig, von dieser beeindruckenden Frau, die das Office of Laity, das Sekretariat für die Laien, der Föderation asiatischer Bischofskonferenzen leitet, mehr über die Kirche und KCGs in Asien zu erfahren. Nach einem intensiven Gespräch mit Wendy, für das wir sehr dankbar sind, ist die Hochachtung für das, was die FABC vollbracht hat, nochmals um einiges gestiegen. Trotz riesiger politischer, wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Unterschiede bis hin zu Konflikten in den verschiedenen Herkunftsländern der Mitglieder der FABC ist es dieser gelungen, im Jahr 1990 eine gemeinsam Vision für die gesamte asiatische Kirche zu beschreiben. Wir alle finden, dass dies eine grandiose Leistung einer Kirche ist, die im Vertrauen auf Gott ihren Weg geht.

Am Nachmittag dann geht es darum, dass wir, die Reisegruppe aus Deutschland, ein Resümee ziehen. In einer ersten Runde beschreiben die TeilnehmerInnen die Dinge, die sie in Singapur von der Kirche gelernt haben, die ihnen wichtig geworden sind. Viele Stichpunkte werden genannt, z.B. dass wir in Singapur eine Kirche kennen gelernt haben, die trotz aller Schwierigkeiten bemüht ist, die Kirche zu den Menschen zu bringen. Dies ist es, was die KCGs auszeichnet. Wir sprechen von einer Kirche, die Verantwortung von Menschen in ihrer nächsten Umgebung wahrnehmen will, von einer Kirche, die im Wort Gottes die Grundlage und Motivation ihres Handelns findet. Das Verständnis des Bibel-Teilen hat sich durch unsere Reise verändert. Bibel-Teilen ist Feier und Liturgie zugleich. Es geht darum, sich persönlich von Gott ansprechen zu lassen. Die Bibeltexte fordern uns heraus, Gottes Wort in einem konkreten Kontext wahrzunehmen und uns von ihm leiten zu lassen. Wir sind uns einig, dass diese reichhaltigen Erfahrungen, die wir in Singapur machen durften, nicht einfach versacken werden. Bereits vor unserer Abreise stand ein Nachbereitungstreffen fest. Dieses Treffen, das im kommenden Januar stattfindet, wird uns dazu dienen, unsere Erfahrungen von Singapur nochmals in den Blick zu nehmen und unsere Vision von Kirche zu beschreiben. Eine Kirche, die in den KCGs zu den Menschen kommt. Es wird ein wichtiger Schritt sein, um Lernerfahrungen gezielt in unsere eigene Diözese einbringen zu können.

Damit haben wir einen inhaltlichen Abschluss dieser Reise nach Singapur gefunden.

Praktisch mit der Abmoderation dieser Gesprächsrunde kommen auch schon unsere Freunde vom Pastoralinstitut. Gemeinsam feiern wir die gelungene Reise nach Singapur. Der Dank an ihr Engagement und ihre großartige Begleitung unserer Gruppe, sei es auf organisatorischer oder auch inhaltlicher Ebene, steht nun im Mittelpunkt. Das Pastoralinstitut erhält eine mit Hilfe von Lasertechnik erstellt 3D-Version unseres Freiburger Münsters. Ebenso eine Beschreibung dieser so beeindruckenden Kirche auf Englisch. Wenn wir den Mitarbeitern des Pastoralinstituts samt ihren Familien zudem eine Fahrt im höchsten Riesenrad der Welt, das nämlich in Singapur steht, schenken, dann ist dies das Mindeste, dass wir unseren großartigen Gastgebern als Ausdruck unseres Dankes tun können. Sichtlich gerührt nehmen unsere Freunde die Geschenke an. Arthur Goh bedankt sich offiziell im Namen aller MitarbeiterInnen des Pastoralinstituts für diese großartige Begegnung der vergangenen 10 Tage. Unsere Fragen, Anmerkungen und Beobachtungen stellen für ihn und das Pastoralinstitut eine große Bereicherung dar, da sie ihnen helfen, ihre eigenen Fragen hinsichtlich der Pastoral in Singapur deutlicher zu sehen und z.T. neue Gewichtungen vorzunehmen. Ein wirklicher pastoraler Austausch hat stattgefunden. Darüber sind wir sehr glücklich. Und gemeinsam feiern wir dieses Ereignis.